Farn

Systemtheorie

Die Diplomarbeit von Reinhard Wagner aus Graz führt ein in die systemwissenschaftlichen Grundkonzepte, die in allen Arten von Systemen in unterschiedlichen Wissenschaftsrichtungen auftreten. Es werden Grundprinzipien wie Rückkoppelungen, Wachstum, Dynamik, Chaos, Stabilität und der Umgang des Menschen mit Systemen präsentiert. Wer aufmerksam liest, kann eine gewisse Sensibilisierung und ein besseres Verständnis für den Umgang mit komplexen Systemen gewinnen.

Mit dem Kapitel Chaos und den dazugehörenden Abschnitten Attraktoren, Fraktalität und Bifurkationsdiagramme, letztere ausführlich anhand des Wachstums einer Insektenpopulation erklärt, zeigen sich die engen Verknüpfungen zu anderen Fraktalwelt-Themen wie Feigenbaum und Iteration.

Auf Seite 2 werden weitere ansprechende Arbeiten präsentiert.

Systeme

Diplomarbeit:

Vermittlung systemwissenschaftlicher Grundkonzepte

Dissertation:

Stock-Flow-Thinking und Bathtub Dynamics

[PDF-Reader erforderlich]

Stock-Flow-Thinking und Bathtub Dynamics

Eine Theorie von Bestands- und Flussgrößen

Es ist eine besondere Freude, dass nach der Diplomarbeit nun auch die Dissertation von Reinhard Wagner in der Fraktalwelt präsentiert werden kann.

Zusammenfassung:

Ausgehend von der Erforschung des menschlichen Verhaltens in dynamisch komplexen Situationen entwickelte sich der Forschungszweig des Stock-Flow-Thinkings, auch bekannt als Bathtub Dynamics, welcher sich mit Bestandsgrößen (Stocks) und Flussgrößen (Flows) beschäftigt. Diese beiden Größen sind für sämtliche dynamische Entwicklungsprozesse in natürlichen Systemen Grundvoraussetzung. Dennoch – so konnten mehrere Untersuchungen zeigen – ist das intuitive Verständnis von Stocks und Flows äußerst bescheiden, wobei es sich durchaus um eine entscheidende Quelle für das bekannte menschliche Versagen in komplexen dynamischen Systemen handeln könnte.

Die vorliegende Arbeit umfasst vier Bereiche: In ersten Abschnitt wird eine Einführung in die Systemwissenschaften und die System Dynamics–Modelliermethode gegeben. Darauf folgend wird im zweiten Teil der Versuch unternommen, sich auf theoretischer Ebene mit den Eigenschaften von Stocks und Flows und ihrer Rolle in Systemen auseinander zu setzen. Auf diese Weise soll ein vermittelbares theoretisches Wissen über diese Größen erarbeitet werden, wodurch in der Folge auch die beobachteten Defizite bekämpft werden könnten. Bestands- und Flussgrößen sind untrennbar miteinander verknüpft - sie bedingen einander. Während es sich bei Flussgrößen um Veränderungen von Beständen handelt, stellen Bestandsgrößen wiederum sinnvolle Akkumulationen von Flussgrößen dar. Die Veränderung dieser Bestände durch Zu- und Abflüsse bewirkt in Zusammenhang mit Rückkoppelungen (Feedback) und Zeitverzögerungen unterschiedliche dynamische Wachstums- bzw. Oszillationsprozesse. Ein besseres Verständnis von Stocks und Flows würde daher gleichzeitig ein besseres Verständnis systeminterner Abläufe und ein systemgerechteres Handeln in Hinblick auf Lenkungs- und Steuerungsmaßnahmen von Systemen bewirken.

Im dritten Teil der Arbeit werden die bis dato veröffentlichten Studien des Forschungsgebietes der Bathtub Dynamics und somit der aktuelle Forschungsstand umfangreich zusammengefasst. Abschließend wird im vierten und letzten Teil der Versuch unternommen, einen Konnex zu geographischen Belangen zu schaffen, indem exemplarisch Bestands- und Flussgrößen in der Geographie sowie Probleme und Methoden quantitativer Modellierung geographischer Systeme aufgezeigt werden.

Quick-Links

Math&Art Gallery

3D-Galerie

Galerie Cosch

Ulliversum

© 2007 Ulrich Schwebinghaus